Göttinger

Göttinger Literarische Gesellschaft

Literarische Gesellschaft e.V.

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"Müsst ihr immer Vereine bilden?“
fragte Kurt Tucholsky die vereinssüchtigen Deutschen.

Wir grübelten lange über diese kritische Frage, sahen aber keinen Ausweg, denn alles ist inzwischen verwoben: das Finanzamt begutachtet und kontrolliert regelmäßig, ob man gemeinnützige und kulturell wertvolle Arbeit leistet und nicht auf wirtschaftlichen Gewinn aus ist - und die ersten Hürden setzt das Amtsgericht:
wer nicht in allen Kleinigkeiten auf das deutsche Vereinsrecht ausgerichtet ist, wird nicht als Verein eingetragen. Und beides sind nun mal Gütezeichen, ohne die man nicht auskommt.

Nur weil wir beide Punkte erfüllt haben, schon seit 1992, können wir aus öffentlichen Töpfen (wenn es welche gäbe) Förderbeträge annehmen und für alle Mitgliedsbeiträge und vor allem für Spenden eine abzugsfähige Bescheinigung fürs Finanzamt ausstellen.

Wir, das ist ein kleiner Kern von Schriftstellern, Sprachliebhabern, und von Künstlern und Musenfreunden mancher Art. Wir bringen Literatur unters Volk - ohne davon zu leben. (Das scheint überlebensgefährlich zu sein.)


Wir brauchen mehr Mitglieder, die unsere Arbeit fördern. Eine Jahresmitgliedschaft kostet sie im Normalfall 60 €, mit einer Ermäßigung für Rentner u.ä. Geringverdienende 30 € und Studenten und ähnliche Einkommenslose zahlen nur 12 €.
Mitglieder und Spender erhalten eine abzugsfähige Bescheinigung fürs Finanzamt.


Wir über uns


„Literarische Gesellschaften haben oft einen Namenspatron, seltener auch eine Autorin als (freilich immer ungefragte) Patin.
Wir in Göttingen haben den „Club der toten Göttinger Dichter“ („Dead Poets Society“) – in den werden SchriftstellerInnen aufgenommen, die literarisch nennenswert fruchtbar in Göttingen gearbeitet haben. Und eben inzwischen vom Nachruhm leben müssen. Manche gelten auch als Gastautoren, wenn es einen starken Schaffensbezug zu Göttingen gibt. Aber tot müssen sie sein, das ist nun mal die zweitwichtigste Voraussetzung. Wir werden einige mit kleinen Lebensbildern und Werkauszügen schildern – die Fülle verlangt Zeit.

Inspirierende Ehren-Mitglieder sind
(seit sie in Göttingen wirkten):

Christian Gottlob Heyne 1729-1812
Georg Christoph Lichtenberg 1742-1799
Heinrich Christian Boie 1744-1806
Friedrich Wilhelm Gotter 1746-1797
Gottfried August Bürger  1747-1794
Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776
Christian Graf zu Stolberg-Stolberg 1748-1821
Johann Wolfgang von Goethe (Gast) 1749-1832
Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg 1750-1819
Johann Martin Miller 1750-1814
Johann Heinrich Voss 1751-1826
Adolph Freiherr Knigge (Gast) 1752-1796
Johann Anton Leisewitz 1752-1806
Georg Forster (Gast) 1754-1794
Christian Adolf Overbeck 1755-1821 (Gast)
Caroline Michaelis (verw. Böhmer, gesch. Schlegel, verh. Schelling) 1763-1809
Maria Therese Heyne (gesch. Forster, verh. Huber) 1764-1829
Friedrich Bouterwek 1766-1828
Benjamin Constant 1767-1830
August Wilhelm Schlegel 1767-1845
Wilhelm Freiherr von Humboldt (Gast) 1767-1835
Adolf Wilhelm Schack von Staffeldt 1769-1826
Alexander Freiherr von Humboldt (Gast) 1769-1859
János Kis (Gast) 1770-1846
Friedrich Schlegel (Gast) 1772-1829
Samuel Taylor Coleridge (Gast) 1772-1834
Johann Ludwig Tieck 1773-1853
Wilhelm Hinrich Wackenroder (Gast) 1773-1798
Georg Friedrich Grotefend 1775-1853
Johann Friedrich Herbart  1776-1841
Clemens Brentano (Gast), 1778-1842
Achim von Arnim (Gast) 1781-1831
Andrej Sergeevic Kajsarov 1782-1813
Jacob Grimm 1785-1863
Wilhelm Grimm 1786-1859
Arthur Schopenhauer (Gast) 1788-1860
Jeremias Gotthelf (Gast) 1797-1854
Heinrich Heine 1797-1856
August Hoffmann von Fallersleben (Gast) 1798-1874
Karl Johann Philipp Spitta 1801-1859
Hans Christian Andersen (Gast) 1805-1875
Georg Gottfried Gervinus 1805-1871
Henry W. Longfellow 1807-1882
Heinrich Albert Oppermann 1812-1870
Christoph Bernhard Levin Schücking (Gast) 1814-1883
Wilhelm Busch (Gast) 1832-1908
Albert Moeser 1835-1900
Rudolf Eucken (1846-1926)
Eduard Husserl 1859-1938
Heinrich Sohnrey 1859-1948
Ernst Honig 1861-1930
Lou Andreas-Salomé 1861-1937
Rainer Maria Rilke (Gast) 1875-1926
Moritz Jahn 1884-1979
Arnold Zweig (Gast) 1887-1968
Manfred Hausmann 1898-1986
Peter Bamm 1897-1975
Reinhold Schneider 1903-1958
Barbara (Monique Serf) 1930-1997
Erika Meyer-Bothling 1913-2001
Karl Krolow 1915-1999
Rudolf Otto Wiemer 1915-1998
Robert Gernhardt 1937-2006  



Unsere Satzung: 

(Sie war übrigens schon mehrfach Muster für demokratisch strukturierte, gemeinnützige Vereine; wir können sie nach vielen Jahren Erfahrung noch empfehlen - und sind zu weiteren Hilfen bei ähnlichen Vereinsgründungen bereit).

Wir sind u.a. Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. und im Literaturrat Niedersachsen.

Zu uns passen keine Vereinsmeier; wir kennen kein Vereinsgehabe. Aber gemeinnützig tätige Institutionen, die auch öffentliche Gelder empfangen und abrechnen dürfen, sind zwingend an schriftlich festgelegte (und übrigens vieltausendfach bewährte) Regeln gebunden. Dies ist unsere beim Amtsgericht hinterlegte „Vereins“-Satzung. In allen Satzungen ist der beschriebene „Zweck“ der wichtigste und für alle Partner informativste Punkt. Sie sollten ihn trotz seiner amtlich klingenden Sprache lesen - auch wenn Sie für alle anderen Regelungen keinen Sinn haben.